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Am 12. November fand in Frankfurt am Main ein Workshop für Fundraiser statt. Inhalt des Workshops war, wie man seine Hilfsorganisation bei Wikipedia richtig präsentiert und dies unter Berücksichtigung der Wikipedia üblichen Geflogenheiten.

Nach Angaben des Veranstalters hat Wikipedia 18.000.000 Besucher täglich allein in Deutschland. Besonders in der Weihnachtszeit surfen dabei auch viele Menschen auf die Wikipedia-Seiten der Hilfsorganisationen. Wie in der Einladung zur Veranstaltung zu lesen ist, bekommt der interessierte Surfer dann oft etwas zu lesen, was nicht gerade aus der Feder der Presseabteilungen der Hilfsorganisationen entstammt. Oft seien die Beiträge einfach nur schwach, zuweilen aber auch mit Fehlinformationen oder sogar mit „vandalistischen“ Einträgen gespickt.

Da bei Wikipedia bekanntlich jeder mitmischen kann, stellen sich den Marketing-Verantwortlichen in Firmen und offenbar auch bei Fundraisern ganz neue Herausforderungen. Eine Herausforderung ist es deshalb, weil Wikipedia in Deutschland offensichtlich extrem beliebt ist und inzwischen so etwas wie den Standard bei den Nachschlagewerken setzt. Zudem ist Wikipedia auch bei Google so beliebt, dass Firmeneinträge meist sehr gut gelistet sind. Kleinen Firmen ergeben sich daraus in der Regel keine Vor- aber auch keine Nachteile, weil Wikipedia schon einiges an Mitarbeiter, Umsatz oder eine Börsennotierung verlangt, damit es eine Unternehmung überhaupt „wert“ ist, in dem Crowdsourcing-Nachschlagewerk Erwähnung zu finden.

Bei der „Optimierung“ von Wikipedia-Einträgen gilt es freilich behutsam zu sein, denn es hat bereits zahlreiche Beispiele von prominenten Politikern oder großen Unternehmungen gegeben, wo die Presse Wind von Änderungen an Einträgen bekommen hat. In einem solchen Fall von PR-Supergau kann die Optimierung ganz schnell Reputations-mäßig nach hinten los gehen.

Wer Weihnachten etwas spenden will und sich bei Wikipedia über die Spendenwürdigkeit einer Hilfsorganisation kundig machen will, der sollte sich auf jeden Fall bewusst sein, dass am Beitrag genauso gut übermotivierte Fundraiser wie auch böswillige Vandalen abgearbeitet haben.

Klaus-Martin Meyer lebt und arbeitet im Osnabrücker Land und ist für das Onlinemarketing von telefon.de und serviette.de zuständig und betreibt privat das Blog nachwachsende-rohstoffe.biz.
Klaus-Martin Meyer

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