Fabergé und das Internet

Category : Internet Marketing
Fabergé und das Internetby Michael Holdcrofton.Fabergé und das InternetSie haben sicher schon von den legendären Fabergé Ostereiern gehört. Der Juwelier Peter Carl Fabergé konnte Anfang des 20. Jahrhunderts die Russische Zarenfamilie  zu seinen Kunden zählen. Nach der Revolution 1917, haben die Bolschewisten seine Werkstätten geplündert und die fabelhaften Eier beschlagnahmt. Er selber musste fliehen und ist 3 Jahre später in der Schweiz gestorben. […]

Sie haben sicher schon von den legendären Fabergé Ostereiern gehört.

Der Juwelier Peter Carl Fabergé konnte Anfang des 20. Jahrhunderts die Russische Zarenfamilie  zu seinen Kunden zählen.

Nach der Revolution 1917, haben die Bolschewisten seine Werkstätten geplündert und die fabelhaften Eier beschlagnahmt.

Er selber musste fliehen und ist 3 Jahre später in der Schweiz gestorben.

Aus finanzieller Not hat die Familie 1951 die Fabergé Marke an einen US Parfümeur für 25.000 US Dollar verkauft.

Jahrelang wurde unter diesem Namen viel Kosmetika verkauft und 1989 wurde die Marke von Unilever für 1,6 Milliarden US Dollar übernommen. Sie können sich sicher an Brut erinnern. Das war damals ein Männer-Duft von Fabergé.

Die Zeiten haben sich geändert und 2007 wurde die Marke von Pallinghurst Resources, einer südafrikanischen Bergbau-Investment Firma übernommen.

Inzwischen hat auch Pallinghurst Resources 9 von 11 Lizenzen verkauft, inklusive den Duft-Lizenzen.

Und am 9. September präsentierte die neue Fabergé die erste Juwelen-Kollektion, mit Preisen zwischen 40.000 und 7 Millionen US Dollar, der Weltöffentlichkeit nach 92 Jahren.

Das ist zwar eine sehr interessante Geschichte, aber Sie fragen sich bestimmt “was hat es mit dem Internet zu tun?”

Lieber online verkaufen als in teuere Läden

Wie wir gehört haben, war Fabergé ursprünglich bekannt für elegante und hochwertige Juwelen. Diesen Zustand möchte der neue Besitzer wieder erlangen.

Normalerweise werden Luxus-Produkte in Edel-Läden angeboten, in Städten wie New York, Paris und London. Es wird auch tatsächlich einen Laden geben. Ein Salon in Genf, der im November eröffnet wird.

Sonst eröffnet Fabergé nur einen Online-Shop, der 24 Stunden von Mitarbeitern besetzt sein wird und in 12 Sprachen erscheint.

Jetzt frage ich Sie, “Würden Sie die Fabergé Sadko Seepferdchen Brosche für schlappe 320.000 US Dollar online kaufen wollen?”

Die Entscheidung einen Online-Shop zu eröffnen, statt teuren Läden, um eine Präsenz weltweit zu erreichen, ist auf den ersten Blick wahrscheinlich nicht ganz zu verstehen. Denn Edeljuweliere sind normalerweise in diversen Hauptstädten der ganzen Welt zu finden.

Von den Kosten abgesehen, ist das eben sehr teuer und langfristig und würde sehr viel Geld verschlingen. Mit einem Online-Shop dagegen reduzieren sich die Kosten auf ein Minimum und man ist trotzdem weltweit erreichbar.

In Anbetracht der Finanzkrise, in der voraussichtlich 10% weniger Luxusgüter in 2010 verkauft werden, ist eine preiswertere Markteinführung über das Internet sicherlich eine klügere Entscheidung, als Geld in Immobilien zu investieren.

Mit solchen hochwertigen Gütern spielt das Vertrauen in den Anbieter und die Abwicklung mehr als eine große Rolle und es bleibt offen, ob das Experiment für Fabergé tatsächlich funktionieren wird.

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